Samstag, 24. Mai 2014

Rufus Teil 12




Rufus Teil 12
Der Freßnapf

Das mit dem Üben unterwegs geht jetzt immer so weiter. Das versaut mir den ganzen Spaziergang.


Selbst an der Leine soll ich bei Fuß gehen, da darf ich überhaupt nicht mehr ziehen.
Bei Fuß ist ziemlich schwer. Man muß genau neben dem Bein von Frauchen gehen, nicht vor und nicht hinterher. Das ist gar nicht so leicht und geht viel besser ohne Leine.
Finde ich jedenfalls.
Außerdem hat sie das zu mir gesagt, daß ich das ohne Leine schon ganz gut mache.
Was mich natürlich mit Stolz erfüllt, aber trotzdem, muß das wirklich sein?

Als ich morgens in den Garten kam sah alles irgendwie anders aus. Der Schnee war dünner und übeall sah man so komische braune Flecken. 


Ich raus und sofort mit der Nase alles untersucht. Das war toll, ich konnte mich gar nicht wieder einkriegen. Das roch , so was hatte ich noch nie erlebt.
Ich hatte gar keine Zeit mich auf diese blöden Sitz- Komm Geschichten zu konzentrieren.
Der Spaziergang war wirklich klasse. 


Ist doch was Wahres dran, an dem was meine Muter mir gesagt hat.
Vielleicht wird es ja doch noch grün und bunt. Braun ist es jetzt jedenfalls in Teilen.

Aber ich hatte mich zu früh gefreut. Am anderen Morgen war alles wieder weiß, dick weiß. Frauchen hat geflucht und ist wie eine Furie raus und hat geschippt und geschippt.
Man konnte an dem Krach richtig ihre Wut hören.
Mich hat sie natürlich wieder mal drinnen gelassen, aber ich hatte Glück, weil sie meinte, das würde länger dauern, hat sie uns die Fressnäpfe schon fertig gemacht
.
Der Aisha war das wohl noch zu früh oder sie hatte keinen Hunger, jedenfalls ist sie nicht aufgestanden.
Ich  habe die  Gelegenheit ergriffen und der Aisha den Napf weggenommen. 
Erst habe ich meinen Napf leer gefressen und Ihren dann noch oben drauf.
Oh, war das toll.
Ich hab mir die Schnauze geschleckt und da kam sie rein.
Oh je, hab ich gedacht, das gibt Ärger!
Bist du verrückt, meinte sie. Jetzt wird dir bestimmt schlechtIch.
Ich  bin dann in mein Körbchen und hab mich hingelegt. 


Ich war jedenfalls glücklich.
Endlich mal den Bauch voll.
Aber nach ner Zeit lang war mir übel, mir war plötzlich so schlecht, ich konnte mich überhaupt nicht mehr bewegen.
Jetzt hätte ich richtig viel Steicheleinheiten gebraucht, aber nein, was macht sie, sie sagt :
„Das hast du nun davon, du Vielfraß.“
Das hat mir auch nicht geholfen. Jedenfalls war mit mir bis Nachmittags nichts los.

Ich habe mir dann geschworen, der Aisha nie wieder den Napf weg zu nehmen!



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