Donnerstag, 8. Mai 2014

Rufus Teil 4


Mal was Anderes. Als ich kam habe ich doch gesagt, daß da ein fauchender Kater war.
Der gehört eigentlich nicht Frauchen, sondern dem Nachbarn, aber der hat sich hier einquartiert und tut so, als hätte er das Sagen.
Der wollte doch allen Ernstes der Aisha das Mäuse fangen beibringen.
Daß Ich nicht lache!



Die beiden scheinen aber trotzdem  „lieb Freund“ zu sein.



Der darf bei Ihr schlafen und ich nicht.
Das find’ ich so was von ungerecht!
Aber der kennt mich noch nicht. Ich werde ihm schon den Platz streitig machen.
Das werden wir ja sehen.



Frauchen ist ja die ganze Zeit mit mir in der Küche, weil ich noch nicht im Haus rumlaufen soll, solange ich noch nicht weiß, wie man sich richtig benimmt.
Sagt Sie!
Verstehe ich zwar nicht, aber das wird sich hoffentlich bald ändern. Ich bin ja nicht auf den Kopf gefallen.
Heute hat sie mich das erste mal allein gelassen. Angeblich war sie irgendwo zum Essen und ich konnte sehen wie ich die Zeit rum bekam.
Ich in meinem Körbchen und gegenüber die Aisha, die mich die ganze Zeit argwöhnisch
beobachtet.
Man muß sich das vorstellen, so Auge in Auge. Wie in einem Western. Mir war ganz schlecht.
Das habe ich auch in meinem Bauch gemerkt. Der grummelte plötzlich so.
Ich hab’ mich dann  langsam rangepirscht, so weit, wie es ihr Grummeln zu lies und  habe ich einen dicken Haufen vor ihre Nase gesetzt und bin ganz schnell wieder weg auf meine Seite.
Ha, soll sie doch jetzt den Geruch aushalten!
Ich glaube, das hat ihr, im wahrsten Sinne des Wortes, gestunken. Sie hat sich jedenfalls weggedreht.
Gott sei Dank, jetzt muß ich den bösen Blick nicht mehr aushalten.
Allerdings frage ich mich, ob das so gut war. Kann so was der Freundschaft dienen?
Und Frauchen wird bestimmt auch nicht erfreut sein.
Das gibt bestimmt Ärger!

Was habe ich gesagt?
Kaum höre ich die Haustür aufgehen, tönt  auch schon  ihre Stimme laut durch den Flur.
Normalerweise würde ich jetzt aufspringen und Schwanz wedelnd zur Küchentür laufen, aber in diesem Fall hab’ ich das lieber gelassen.

Dieses laute: was stinkt denn hier so; hat mir dann gesagt: mach dich lieber klein.
Vielleicht sieht sie dich dann ja nicht.

Schon geht die Schiegetür auf und sie kommt rein und beinahe wäre sie in den Haufen getreten.
Ich hätte ja gelacht, wenn ich nicht so ein schlechtes Gewissen gehabt hätte.
Und los gings mit:  pfui und böser Hund und das macht man nicht.
Dann hat sie aber ihren Sohn Alexander gerufen  und mit ihm geschimpft, warum er nicht aufgepasst hätte und mit mir rausgegangen wäre.

Puh, ich war heilfroh, daß sie mich über Alexander ganz vergessen hatte.
Der mußte dann den Haufen weg machen und mit mir raus gehen.




Ich glaube, das hat dem auch nicht gefallen.
Blöd gelaufen!

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