Rufus Teil 11
Die Übungen
Ich war in dem Glauben, das Leben ginge immer so weiter.
Viel Spaß, ordentlich zu Essen und Trinken und keine Arbeit.
Denkste!
Jedesmal wenn ich sah wie Frauchen sich in die vielen
Klamotten gestürzt hat, hab ich mich unbändig gefreut. Ich dachte ja jetzt
geht’s los und dann kommt Moritz und wir tollen wieder wie zwei Irre durch den
Schnee.
Aber nichts, statt dessen hieß es, „so mein Kleiner“, dann
bin ich wieder der süsse Kleine,
heute wollen wir wieder ein bisschen üben.
Was heißt wir, sie wollte üben, ich nicht!
Und schon ging es auf dem Eisweg los. Sitz, Platz, da bleib.
Ich wußte überhaupt nicht was das soll. Vor allen Dingen
Platz. Das hatte ich ja noch nie gehört, zumindest nicht wissentlich.
Noch schlimmer war dieses bleib. Hinsetzen sollte ich mich
und da bleiben, sie ging aber weiter. Nicht weit, aber für mich schon ne ganze
Ecke.
Konnte ich wissen ob die nicht abhaut und mich hier alleine
läßt.
Außerdem ist mir der Hintern abgefroren.
Das war nichts für mich, da bin ich sofort hinterher. Hat
die mich doch einfach wieder zurückgebracht und gesagt, daß mein Platz hier
wäre und da müßte ich bleiben.
Das war doch überhaupt nicht wahr.
Das war gar nicht mein Platz. Mein Platz war in der Küche.
Das hat sie selbst immer gesagt.
Ich hab das nicht verstanden. Gott sei Dank hat sie es dann
aufgegeben.
Auf dem Rückweg war glücklicher Weise Moritz da, so wurde
dieser Höllentripp doch noch ganz nett.
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