Samstag, 10. Mai 2014

Rufus Teil 6

Heute ist Frauchen doch mit mir in den Garten gegangen, nachdem sie wieder geschippt hatte.
Ich muß sagen, daß man auf den Wegen um das Haus herum wirklich toll gehen kann.
Nur an den Rändern ist das so hoch, weil sie da alles hingeschaufelt hat.
Man geht wie in einem Tunnel und nur einige Stellen sind frei, daß man auf die große Fläche gehen kann.
An der einen Seite ist so ein riesig großer Berg, da habe ich mich erst einmal mit Anlauf so richtig reingeschmissen.
Das war so weich und hat nachgegeben.
Mensch, ich hab da vielleicht rumgewühlt. Ich weiß nicht warum, aber hinterher war ich „pitsche naß“.
Aber Spaß hat es gemacht. Die Aisha war auch dabei, aber die hat sich nicht groß bewegt. Hat nur die ganze Zeit rumgestanden und geguckt. Warscheinlich hat sie mich für verrückt gehalten.
Als ich dann über die große Fläche geschaut hab’, lag da so ein rundes Teil im Schnee.
Ich hab mich gefragt, was das ist und mich vorsichtig rangeschlichen. Vielleicht greift das ja an. Man weiß ja nie.
Das Ding hat sich jedenfalls nicht bewegt.
Ich denke „Atacke“ und springe todesmutig auf ihn drauf, rutsch auf der anderen Seite runter, der springt weg und ich versack im Schnee.
Das fand ich natürlich unverschämt. So was lass ich mir nicht gefallen.
Ich mich rumgedreht und gebellt, auf Teufel komm raus, aber das hat den überhaupt nicht gestört.

den pack ich noch

Dann bin ich wie ein Indianer immer im Kreis um ihn rumgespungen und hab gebellt und geknurrt und die Zähne gezeigt.
Das Ding hat sich nicht gerührt.
Und dann kam Frauchen und meinte, daß das toll wäre, daß ich den Ball gefunden hätte.
Damit könnte ich doch schön spielen.
Aha, hab ich gedacht, ein Ball. So was hatte ich auch in der Küche, aber der war viel kleiner.
Ich hab ihn dann mit der Schnauze angestoßen und dann ist er einfach weggekullert.
Das war vielleicht lustig. Das hab ich ein paar mal gemacht, bis ich keine Lust mehr hatte.
Frauchen meinte dann auch, jetzt wäre es genug und wir sollten wieder rein gehen.
Das war auch nicht schlecht, weil es dann immer ein Leckerli gab.

die Leckerli sind einfach zu klein, da muß ich die Decke nehmen

Na ja und abends meinte sie jetzt sollte ich Heija machen und packte mich in mein Körbchen.
Ich hab mich gefragt, was dieses blöde "Heija machen" soll.
Ich wollte weder in meinem Körbchen bleiben , noch Heija machen, was auch immer das  ist. 
Ich wollte spielen!
Aber die scheint ein anderes Zeitgefühl zu haben, um halb zwölf hatte sie keine Lust mehr zu spielen. Sie hat dann einfach die Schiebetür zugemacht und war weg.
Da hab ich aber einen Rabatz gemacht. 
So was kann man mit mir nicht machen!
Ich hab geheult in allen Tönen, gebellt und bin gegen die Tür gesprungen.
Man da war was los. 


Das fand die gar nicht gut. Jedenfalls ging die Tür auf und sie hat mich angeguckt, geschimpft und mich wieder in den Korb gebracht, zack war sie wieder verschwunden.
Eigentlich hatte ich mich gefreut, daß ich solchen Erfolg hatte, aber, daß sie gleich wieder verschwindet, das hat mich doch geärgert.
Ich hab also noch mal die höchsten Töne raugeholt, ne ganze Ewigkeit lang.
Glaubt ihr, daß da einer reagiert hat? Nicht die Bohne.



Na ja, irgendwann  bin ich dann eingeschlafen.
Nachts kam dann Alexander und hat mich noch einmal rausgetragen, aber dann wollte selbst ich nicht mehr spielen, nach der Kälte draußen.

Im Übrigen, ich hab das mit der Aisha heute immer mal wieder versucht. Ich glaube das wird langsam besser. Ich komme schon dichter ran.





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