Sonntag, 24. August 2014

Rufus Teil 24




Rufus Teil 24
Die Putzaktion

Der Tag war auch blöd. Den ganzen Vormittag hat Frauchen mich mit der Aisha in den Garten verfrachtet und die Tür zur Küche zu gemacht. 


Sie will angeblich putzen und ihre Ruhe dabei haben. Verstehe ich nicht. Ich könnte ihr doch so gut dabei helfen.
Den Wassereimer umwerfen und mit dem Feudel darin rumputzen. Dann wäre sie doch viel schneller fertig.
Nein statt dessen muß ich mit der langweiligen Aisha draußen bleiben. 


Ich hab mich dann vor die Tür gesetzt und eine Runde geheult.
Aber glaubt ja nicht, daß das jemanden gestört hat.
Irgendwann hab ich es dann aufgegeben und mich in die Nähe der Aisha gelegt.


Die hat das ja immer noch nicht so ganz gerne, wenn ich zu aufdringlich bin.
Als dann die Tür wieder auf ging, hab ich mir gedacht, jetzt muß es wohl 12 Uhr sein. Dann gibt es nämlich neuerding den so genannten „12 Uhr Hundekuchen.“
Da bin ich natürlich immer ganz begeistert.
Jedenfalls gab es den und noch dazu ein großes Lob, daß ich so brav gewesen wäre und mit der Aisha es so lange ausgehalten hätte. 


Das kann sie wohl laut sagen und das Gejammer scheint sie gar nicht gehört zu haben oder sie wollte es nicht hören.
Was noch viel schlimmer ist.
Nachmittags sind wir bei Moritz vorbei. Der kam mit seinem Frauchen raus und wir sind dann auf die Wiese hinter unserem Haus gegangen.
Wir haben uns vielleicht rumgekugelt, das war richtig klasse. Aber irgendwann ist der Moritz zickig geworden und dann hab ich auch was gesagt, worauf hin Frauchen meinte, es wäre jetzt Zeit zu gehen.
Womit sie Recht hatte, sonst hätte ich dem blöden Angeber nämlich mal ein paar Takte erzählt, wo hier der Hase lang läuft.
Das ist nämich mein Gebiet.
Am Abend bekamen wir Besuch.
Das ist eigentlich immer ganz schön.
Ich  freue mich jedes mal wie verrückt und werde von allen erst einmal betüddelt und dann lassen sie mich links liegen, wie so einen Sack Kartoffeln.
Da kommt man sich blöd vor.
Ich hab mich dann aus Verzweiflung zur Aisha gelegt und gedacht,


„Ihr könnt mich mal.“

Keine Kommentare:

Kommentar veröffentlichen