Sonntag, 1. Juni 2014

Rufus Teil 15




Rufus Teil 15
Auto fahren zum Hundeladen

Heute durfte ich Auto fahren. Als ich rauskam, dachte ich ich sehe nicht richtig. Der Schnee, der ja wieder so schlimm war, war ziemlich weg. Wo der immer hin geht frage ich mich. Jedesfalls war das ganz toll. 


Endlich gab es mal was zu riechen. Ich die Treppe runter und in die Rabatte rein.
Da standen plötzlich überall so Pflanzen rum, die ich noch nie gesehen hatte. War das interessant und jede roch anders.
Frauchen kam dann auch, die braucht immer etwas länger als ich und schon fing sie wieder an zu schimpfen.
Raus aus der Rabatte, du sollst da doch nicht rein.
Aha, das ist also eine Rabatte!
Im Schnee konnte ich das ja gar nicht erkennen.



Na gut habe ich mir gesagt, geh mal zu ihr hin und tue so als hättest du das verstanden.
Hinterher nimmt sie mich nicht mit. Ich wollte doch wissen ob mir das Autofahren gefällt.
Das ist ja mal was ganz Neues und aufregend.
Sie war sehr erfreut, daß ich so schnell kam und lobte mich sogar.
Hab ich es doch gewußt! Was bin ich doch für ein Schlauer!
Sie hat mich dann hoch gehoben und hinten ins Auto gesetzt. Da hat man viel Platz und überall sind große Fenster aus denen man rausschauen kann.
Endlich ging es los.
So ein Auto macht ganz schön Krach  und dauernd bremst es. Jedesmal falle ich dann hin.
Also ich muß sagen, so gefällt mir das nicht und wenn das immer so ist fahre ich nicht mehr mit. Das ist klar!
Ich habe ihr das auf der Fahrt auch gesagt, durch lautes Klagen und hächeln und bin dann über den 
Sitz geklettert, was ausgesrochen schwierig war. Aber ich habe es geschafft. Jetzt konnte ich endlich von hinten zu Frauchen.
Plötzlich bremst das Ding und ich fliege auf den Boden zwischen die Sitze.
Halte durch, gleich sind wir da und dann darfst du wieder raus, meint sie.
Die hat gut reden!
Endlich hält das Auto und sie steigt aus.
Mein Gott dauert das lange. Was macht die denn noch?
Die Tür deht auf und ich mit einem Satz raus.
Freiheit, hier bin ich!
Denkste, da kommt sie schon wieder mit dieser blöden Leine, die kein Hund braucht.
Wir stehen also vor so einer großen Glastür die ganz von alleine aufgeht und mir wird schwindelig.
Da kommt ein gewaltiger Schwall von Fressensduft auf mich zu, daß ich glaube das Paradis hätte sich aufgetan.
Wir gehen rein und überall wo ich hingucke liegt Fressen.  In Kisten, auf Regalen und auf dem Fußboden überall Fressen, Fressen, Fressen!
Ich war kaum zu bändigen und hatte dann auf einmal sämtliche Verkäuferinnen bei mir.
Ach , ist der süss und oh, wie niedlich!
Ich bin alles, aber nicht niedlich!
Ich bin Rufus, mit dem beeindruckenden Aussehen!




Na, egal, jede von Denen hatte was zu fressen für mich und das hat mich dann umgestimmt.
Frauchen hat irgend etwas gekauft, von dem ich nicht wußte was, welches ich aber gleich sehen sollte und dann gar nicht so witzig fand.
Nach langem hin und her sind wir endlich wieder zum Auto und dann fing sie mit der Vekäuferin an irgensetwas zu fummeln, mit so einer schwarzen Matte. Das sah aus wie eine Wiege auf dem Rücksitz.
So, sagte sie , jetzt könne ich fein Auto fahren.
Wo denn, etwa in der Wiege, bin ich blöd?
Ratz fatz nimmt sie mich und packt mich auf den Rücksitz.
Und nicht nur das allein, dann legt sie mir so ein Pferdegeschirr von so einem Kutschergaul um und bindet mich damit an einem Haken fest. Jetzt kann ich überhaupt nicht mehr über das Geländer. 
Nee, da bleib ich doch lieber hinten!
Aber das hat sie , wie so oft, überhaupt nicht gestört, daß ich das nicht gut fand.
Manchmal ist die einfach herzlos und kann sich nicht in die Phyche eines kleinen, wehrlosen, ängstlichen und total verschüchterten Hundes hineinversetzen!!!
Man sollte die Polizei rufen!
So angeschnallt und gedemütigt sind wir dann nach hause.
Völlig beleidigt bin ich raus aus dem Auto und an ihr vorbei, Sie keines Blickes würdigend.


Im Haus meinte sie dann, das wäre doch toll, daß ich jetzt so eine schöne Möglichkeit hätte ruhig im Auto zu sitzten.
Wenn die wüßte, was ich unter toll verstünde, dann wären wir bestimmt keine Freunde mehr.
Aber nachdem sie mir das vermalledeite Geschirr abgemacht hatte bekam ich ein Schweineohr.



Das hat mich wieder versöhnt.
Liebe geht bekanntlich doch durch den Magen!



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